Gschmeidig durch Gippingen

Am 10 Juni waren „Gschmeidigs“ nach Gippingen gereist um dort an der bekannten Rundfahrt wieder mal ihr Können zu zeigen. 8 Runden galt es zu absolvieren. Ich weiss nicht wie es den anderen ging aber als ich uns für Gippingen anmeldete war mein Stimmungsbarometer für Wettkämpfe eher im Keller. 8 Runden auf hartem Asphalt. Kein Trail weit und breit… Keine Dornen die sich in meine Haut bohrten und mir das Gefühl von Freiheit auf einsamen schmalen Pfaden gaben. Nein, heiss glühender Teer ohne Erbarmen! An der Startlinie ging ich einigen vom Team -gäu Pädi- schon auf den Sack weil ich mich lautstark darüber beschwerte, dass wir keinen Meter eingefahren sind. Einfach Zack an die Startlinie. Aber alleine Einfahren wollte ich dann ja doch nicht, taminomolgopfridstutz. O.k dann schaue ich mich halt mal ein bisschen um. Keine einzige Frau im Fahrerfeld zu erkennen. Ich entschied mich dies nicht als negativ zu betrachten und spulte mein Kopfkino -ich werde von einer Horde Testosteron gesteuerten Stieren überrollt- auf fastforward.

O.k also Startschuss! Und hätte ich es nicht schon geahnt war ich nach 2 Sekunden die letzte im Feld. Ich ha ja gseit ich müssi ufwärme. 3 von unserer Gruppe verschwanden ohne auch nur einmal nach hinten zu schauen mit dem Feld in der Masse und ich blieb alleine hinten zurück. Üüüüüübel ist das! Meine Lungen brannten nach 50m wie Feuer und meine Oberschenkel schienen zu streiken denn es kam rein gar nichts an verwendbarer Energie zum Vorschein. Nun schaute Pädi doch mal nach hinten und ich habs genau gesehen dieser Blick! Der sagte nämlich „nei was macht sie jetzt da hinde“. Aber anstatt mich abzuschleppen hoffte er auf ein Wunder und ich auf ein Erbarmen meiner Mitochondrien in den Muskeln. Dort wird nämlich die Energie bereitgestellt. Aber eben nicht heute und nicht bei mir.

So mussten die anderen langsam aber sicher merken, dass kein Wunder geschah und sie auf mich warten müssen. Als Pädi sich endlich dazu entschloss auf mich zu warten weihte ich ihn in gut hörbar in meine Pläne ein die ich geschmiedet hatte in den letzten 5 Minuten. Diese Runde werde ich aus Rücksicht noch mitfahren und dann werde ich Aufgeben und dann haben die anderen endlich freie Fahrt, kein Klotz mehr am Bein, kein 5tes Rad am Wagen. O.K die Antwort von Pädi kam prompt und ich strampelte brav alle Runden fertig.

Nach 3 Runden und etwa 30 Kilometer war ich langsam warmgefahren als Scholzi uns mitteilte, dass es ihm schlecht war. Eine Runde hielt er noch aus bevor er den Wettkampf abbrechen musste. Zum Glück konnte er sich dann wieder etwas erholen bis wir ins Ziel kamen. Nachdem etwa die Hälfte der Strecke bewältigt war kehrte Ruhe ein und es fing bei einigen wieder an Spass zu machen. Einige Schrecksekunden bescherte uns noch Räber der beim Windschatten fahren kurz Pädis Hinterrad touchierte und die Verpflegung nahm er aus einem IKEA Zipp Säcklein gefüllt mit Mandeln und gedörrten Früchten bei einem 35er Schnitt auf flacher Strecke zu sich…

Die Zielüberquerung wurde dieses mal Regelkonform vollführt und irgendwie war es im Nachhinein wieder mal ein toller Event mit vielen Eindrücken.

 

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